Evangelische Stiftskirche Stuttgart

Mitten im Leben

Reformationstag als Christus-Fest

Bei den Stuttgarter Feierlichkeiten zum 400 jährigen Gedenken an die Reformation 1917 wurde vor der damals größten Kirche der Stadt, der Hospitalkirche, ein Reformationsdenkmal aufgestellt. Es zeigt die Reformatoren Martin Luther und Johannes Brenz, die den auferstandenen Christus im Zentrum der Gruppe rahmen. Im Vergleich zu anderen Lutherdenkmalen der Zeit hat es bescheidene schwäbische Dimensionen; zudem rückt es nicht Luther ins Zentrum, sondern nimmt den auferstandenen Christus in die Mitte. ...

Heute, 100 Jahre später,  stellen wir keine neuen Denkmale  zum Reformationsjubiläum auf. Die  materiellen Hinterlassenschaften der Feierlichkeiten werden also noch deutlich unscheinbarer ausfallen als vor 100 Jahren. Auf meinem Schreibtisch finden sich lediglich der ‚Playmobil-Luther‘ sowie einige Briefmarken-Ausgaben zum Jubiläum.

Wenn in diesem Monat die Reformationsfeierlichkeiten ihren Höhepunkt erreichen, so feiern wir Jesus Christus als den Auferstandenen in unserer Mitte. Deshalb feiern wir  nicht primär ein Luther-Erinnerungsfest, sondern begehen den Reformationstag als Christus-Fest.

Dazu laden die Kirchen allerorten mit den Gottesdiensten am 31. Oktober ein; bei uns in der Stiftskirche um 10 Uhr mit den beiden evangelischen Bischöfen aus Baden und Württemberg.

Den auferstandenen Christus zu verkündigen, zu leben und noch mehr als bisher in alle Diskurse dieser Stadt und dieser Gesellschaft als christliche Hoffnung einzubringen, das wird als Ertrag des Reformationsgedenkens bleiben müssen. Dazu wollen wir als Stiftsgemeinde beitragen.

Gemeindebrief

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Predigten Anhören

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