Evangelische Stiftskirche Stuttgart

Mitten im Leben

Christ ist erstanden

Unter den Jüngern Jesu nimmt der Apostel Matthias gewiss nicht den prominentesten Rang ein. Matthias war wohl von Beginn an im Kreis der Jesus-Anhänger, gehörte aber nicht zu den zwölf auserwählten Jüngern. Erst nach dem Tod des Verräters Judas wurde er durch das Los in den Kreis der zwölf Apostel nachgewählt, die Apostelgeschichte erzählt uns im ersten Kapitel von diesem Ereignis.

Der Apostel Matthias wurde nun mit den andern Jüngern zu einem Zeugen der Auferstehung Jesu (Apostelgeschichte 1,22). Der Überlieferung nach stammte Matthias aus einer wohlhabenden Familie in Bethlehem, habe Jesus in jungen Jahren kennen gelernt und zu den 70 Jüngern gehört, die Jesus zur Verkündigung des Reiches Gottes aussandte. Nach seiner Wahl wirkte Matthias in Judäa, nach anderen Quellen in Äthiopien, Griechenland oder sogar im Kaukasusgebiet. Seit dem Mittelalter werden seine Gebeine in Trier verehrt, in der Benediktinerabtei St. Matthias.

Vieles aus seinem Leben ist nur als Legende überliefert. Aber sein Auftrag, mit dem er in das Apostelamt gewählt wurde, ist der Auftrag der Christenheit bis heute: Zeugnis zu geben von der Auferstehung Jesu. Matthias hat das getan, und bis heute ist dieses Zeugnis in unserer Welt zu hören, Gott sei Dank. Es darf auch das Zeugnis unseres Lebens werden, als Zeichen der Hoffnung für diese Welt: Christ ist erstanden. Diese Osterfreude soll unser Leben bestimmen.

Ein Osterlied aus Tansania bringt dies zum Ausdruck:

Christ ist erstanden, hat uns befreit;
Dafür sei Dank und Lob allezeit.
Uns kann nicht schaden Sünd oder Tod,
Christus versöhnt uns mit unserm Gott.
Lasst uns lobsingen vor unserem Gott,
der uns erlöst hat vom ewigen Tod.
Sünd ist vergeben, Halleluja,
Jesus bringt Leben, Halleluja 
(EG 116,5)

 

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